Hornhautverkrümmung bei Kindern

Hornhautverkrümmung bei Kindern ist wirklich nichts schlimmes. Das Wort Hornhautverkrümmung klingt einfach so schlimm. Es ist keine Erkrankung und besonders bei Kindern besteht die Chance, dass sich die Hornhautverkrümmung bzw. Astigmatismus auswächst. Auch wenn gewisse Eltern verunsichert sind, so sollte man die Hornhautverkrümmung bei Kinder nicht dramatisieren. In einschlägigen Foren liest man häufig: Zitat "Bei meinem dreijährigen Sohn wurde eine Hornhautverkrümmung festgestellt. Er soll ab sofort eine Brille benutzen. Er erklärt uns aber er könne alles ( Punkte und Striche ) klar auseinander halten. Die Werte die gemessen wurden sind : Sph.: R:+1.50 Cyl.: -1.50 Achse 89° , L.: +1.75 , -1.75 , 50°. Ist es ratsam eine zweite Meinug einzuholen?"

Eine zweite Meinung einzuholen ist kein Problem und sicher auch machbar, aber wenn ich eine zweite Meinung einhole, so sollte ich auch eine dritte und eine vierte Meinung einholen. Wenn die Mehrheit dieser Meinungen sagt Brille unbedingt tragen, so sollte das Kinde auch eine Brille tragen. Ich bin aber der Meinung, dass wenn das Kind Beschwerden beim Sehen hat und oder über Kopfschmerzen klagt, sich eine zweite Meinung nicht aufgrängt.Es drängt sich eher eine Brille auf.
Bei ernsthaften Zweifeln würde ich sowieso das Gespräch mit dem Augenarzt suchen. Der Augenarzt kann sicher erklären, ob das Kind eine Brille dringend braucht oder man damit noch zuwarten sollte. Der Arzt verdient nichts an der Brillenverordnung, im Gegenteil zu einem Optiker, verordnet er nicht aus Geschäftssinn eine Brille, sondern dem Kunden zu helfen und eine Folgeerkrankung, wie Amblyopie, zu ersparen. Zu bedenken ist auch der Umstand, dass das fehlsichtige Kind unbedingt, wenn nicht sogar zwingend, von einem Augenarzt untersucht werden sollte. Bei Kindern muss der Optiker die Finger davon lassen. Kinder gehören in die Obhut von Ärzten.

Hinweis für zweifelnde Eltern: Kinder ohne Brille können einen Sehfehler haben und eine gewisse Zeit gut sehen. Die Augen von Kindern sind extrem flexibel und anpassungsfähig, es kann kleinere Sehfehler sehr gut selber ausgleichen, leider jedoch unter Umständen mit Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Unsicherheiten beim Laufen und Rennen.